Georg-Ledebour-Schule
Schulanlage, Nürnberg

Das erhebliche Bauvolumen der Grundschule, Hauptschule und Sporthalle wird in eine klar gegliederte Komposition von Einzelbaukörpern übersetzt. Die Baukörper differieren in Höhe und Proportion, fassen die Freiräume und verzahnen sich mit der parkartigen Umgebung. Die Gebäudestruktur wird in die Grundrissgestaltung in Form von Innenhöfen und Hallen übersetzt.
Der Hauptzugang erfolgt durch ein Gemeinschaftshaus. Der Pausenhof befindet sich auf der Westseite, um die angrenzende Bebauung vor Lärm zu schützen. Jeder Nutzungsbereich wird in einem eigenständigen Gebäude zusammengefasst, wodurch Identifizierung mit und Orientierung auf dem Schulgelände verstärkt werden. Das Gemeinschaftshaus dient als Haupterschließung und Verteiler für beide Schulen. Hier befinden sich die Pausenhalle und alle gemeinschaftlichen Nutzungen.

Die eingeschossige Grundschule liegt geschützt zwischen Bäumen im Süden des Grundstücks. Im Atrium des Baukörpers ist der Schulgarten angelegt. Die Klassen orientieren sich nach außen, wodurch der Freiflächenbezug unterstrichen wird. Die Klassenräume der dreigeschossigen Hauptschule sind gleichfalls nach außen orientiert. Der Hof wird durch seine südseitige Öffnung an den Pausenhof angebunden. Die Lage der Sporthalle im Norden ermöglicht den externen Zugang für Fremdnutzer und schirmt die angrenzende Bebauung gegen Lärm der westlich gelegenen Außensportanlagen ab. Analog zum Städtebau lichen und funktonalen Ansatz erhält jeder Baukörper eine eigene, spezifische Materialität.