Waldowallee
Wohnquartier, Berlin Lichtenberg

Auf dem Grundstück des ehemaligen Bundesamtes für Strahlenschutz in Berlin-Karlshorst entsteht ein nachhaltiges Wohnquartier mit gut 200 Wohnungen und lokalem Gewerbe. Ein bestehendes Gebäude wird dabei eingebunden und reaktiviert.

Der neue Wohnstandort vermittelt zwischen den umgebenden, äußerst heterogenen Bestandsstrukturen und schafft durch eine erkennbare Typologie zugleich eine eigenständige, neue Identität. Die bestehende Baukörperstruktur des Bettenhauses wird erhalten und in adaptierter Form wiederholt und neu gesetzt, dadurch eigenständige, identitätsstiftende Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität definiert.

Drei Neubauten mit 105 Wohneinheiten in Holzhybrid-Bauweise ergänzen den Bestand. Die Fassaden aus Thermo-Holz sind durch die thermische Behandlung besonders dauerhaft und schwerentflammbar gem. BauOBln.
Die grundrissgleichen, allseitig orientierten Gebäude treten miteinander in Dialog und definieren fließende Freiräume, die sanft in den Landschaftsraum übergehen. Proportion und Position der Gebäude nutzen die Lagegunst optimal.

Durch die Umnutzung des ehemaligen Bettenhauses werden im Vergleich zu einem Neubau große Mengen an Baumaterialien und CO2 eingespart. Eine zusätzliche Aufstockung in ökologischer Holzhybrid-Bauweise schafft weiteren Wohnraum, sodass das Gebäude insgesamt 97 neue Wohnungen umfasst. Im zentralen Erdgeschossbereich sind ein Bäcker, ein Restaurant, ein Späti und „stilles Gewerbe“ vorgesehen.

Neben der ökologischen Holzhybrid-Bauweise sichern eine nachhaltige Wärmeerzeugung sowie ein intelligentes Wassermanagement die Zukunftsfähigkeit des Bauvorhabens: Zwei hocheffiziente Wärmepumpen bilden das Herzstück der Wärmeerzeugung. Über ein Nahwärmenetz wird die Wärme auf kurzem Wege direkt in die Neubauten geleitet. Durch Grauwassermanagement wird einerseits ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Trinkwasser gewährleistet, andererseits wird aus dem anfallenden Abwasser Wärme zurückgewonnen.

Das Projekt weist ein sehr niedriges Global Warming Potential (GWP) auf. Sein GWP-Wert liegt deutlich unter den Grenzwerten des Gold-Standards. Damit zählt das Projekt zu den besonders klimafreundlichen Neubauten.

So entsteht ein lebendiges Quartier mit hoher Lebensqualität, das maßgeblich zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beiträgt.